Zugangsdaten eingeben
Berechnung realistisch erreichbarer DSL-Geschwindigkeiten basierend auf Leitungslänge, Aderdurchmesser, Kabelmantel und Annex.
Hinweis: Telekom-Installationskabel sind in 4er-Bündel (Sternvierer) aufgebaut. Jedes Bündel besteht aus zwei Aderpaaren (a/b), die über Strichkennzeichnungen unterschieden werden. Die Bündelfarben folgen der typischen Reihenfolge Rot, Grün, Grau, Gelb, Weiß.
Hinweise zu Kabelmantel:
Papiermantelkabel (insbesondere ältere, nicht durchgehend verdrillte Ausführungen)
weisen in der Praxis eine etwas höhere Dämpfung und stärkere Störeinflüsse auf als
moderne kunststoffisolierte Kupferkabel.
Hinweise zu Annex:
Annex J erhöht ausschließlich die nutzbare Upstream-Bandbreite bei ADSL-Anschlüssen,
indem das klassische ISDN-Sperrband entfällt. Bei VDSL2- und Supervectoring-Anschlüssen
hat die Annex-Auswahl keinen Einfluss auf die erreichbaren Datenraten.
Das OLT befindet sich in der Vermittlungsstelle des Netzbetreibers. Es stellt die aktive Gegenstelle für alle angeschlossenen Glasfaseranschlüsse dar und verteilt die Daten über passive Splitter an viele Kunden.
Das ONT ist die aktive Glasfaserabschluss-Einheit beim Kunden. Es wandelt das optische Signal in elektrische Ethernet-Signale um und stellt den Übergang zum Heimnetz her.
Splitter verteilen das optische Signal rein passiv auf mehrere Fasern. Sie benötigen keine Stromversorgung und sind ein zentrales Element von PON-Netzen (GPON / XGS-PON).
PON beschreibt die Netzarchitektur, bei der sich mehrere Teilnehmer eine Glasfaser vom OLT teilen. Die Datenübertragung erfolgt zeitgesteuert (TDMA) im Down- und Upstream.
Hinweis: Im Gegensatz zu DSL wird bei PON-Netzen die verfügbare Bandbreite
zwischen mehreren Teilnehmern geteilt. In der Praxis sorgt die dynamische
Bandbreitenzuweisung jedoch dafür, dass gebuchte Tarife zuverlässig erreicht werden.
GPON zu XGS-PON:
Ein Upgrade von GPON auf XGS-PON ist in der Regel durch den Austausch oder das Hinzufügen
entsprechender Linecards bzw. Ports im OLT möglich. Die passive Glasfaserinfrastruktur
(Splitter, Fasern) kann dabei weiterverwendet werden.
Wichtig: In einem einzelnen PON-Segment müssen alle angeschlossenen ONTs
den gleichen PON-Standard unterstützen. Wird ein PON von GPON auf XGS-PON umgestellt,
ist daher der Austausch aller ONTs in diesem PON erforderlich. Alternativ können GPON und XGS-PON parallel (Overlay) auf derselben Faser betrieben werden, sofern ein Combo-PON-OLT (GPON/XGS-PON) eingesetzt wird. In diesem Fall werden nur die Kunden mit XGS-PON-fähigem ONT migriert.
Hinweis: In Telekom FTTH-Zugangsnetzen werden in der Regel LC/APC-Steckverbinder verwendet, um Reflexionen zu minimieren und die Signalqualität zu verbessern.
Dämpfungsskala von 0 dB bis 30 dB
Optische Leistungspegel am PON (Tx = Senden, Rx = Empfangen)
Hinweis: Die Darstellung zeigt die international übliche 12-Faser-Farbfolge für Singlemode-Glasfasern (TIA‑598 / IEC 60304). Die Farben dienen ausschließlich der Identifikation einzelner Fasern innerhalb eines Kabels und haben keinen Einfluss auf die Übertragungseigenschaften.
Hinweis: Glasfaseranschlüsse sind im Gegensatz zu DSL nahezu unabhängig von der
Leitungslänge. Die erreichbare Datenrate wird primär durch aktive Technik,
Split-Verhältnisse und das optische Leistungsbudget bestimmt.
OS1 vs. OS2:
OS1-Fasern sind für die Gebäudeverkabelung vorgesehen und besitzen eine höhere
Dämpfung (typisch ≤ 1,0 dB/km). OS2-Fasern sind für Außen- und Zugangsnetze
ausgelegt und weisen eine deutlich geringere Dämpfung auf (typisch ≤ 0,4 dB/km).
Im FTTH-Ausbau wird nahezu ausschließlich OS2 eingesetzt.
1310 nm vs. 1490 nm:
In PON-Netzen wird der Upstream über 1310 nm und der Downstream über 1490 nm übertragen.
Die feste Zuordnung der Wellenlängen ermöglicht eine gleichzeitige Übertragung in beide Richtungen
über dieselbe Faser, ohne gegenseitige Beeinflussung.
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